14.03.2018

Nachbericht 2018

Medienethik in Zeiten der Digitalisierung

Tagung des Interdisciplinary Media Ethics Centre und der FH St. Pölten

Am 15. und 16. März 2018 fand an der Fachhochschule St. Pölten die Jahrestagung des Interdisciplinary Media Ethics Centre (IMEC) in Kooperation mit der FH St. Pölten statt. Thema der Veranstaltung war „Der Mensch im digitalen Zeitalter: ethische Fragen zum Einfluss von Ökonomisierung, Digitalisierung und Mediatisierung auf die Conditio humana“. Am Programm standen Vorträge unter anderem zu ethischen Fragen, gesellschaftlicher Verantwortung, Selbstregulation, Kindermedien und Ergebnissen empirischer Studien.

„Die digitale Transformation der Medienwelt wirft eine Vielzahl ethischer Fragen auf, die auf der Tagung thematisiert wurden. Die Veranstaltung bot dabei eine möglichst große Perspektivenvielfalt aus Sicht von Medienethik, Philosophie, Psychologie, Wirtschaftswissenschaft, Rechtswissenschaft, Soziologie und Technikforschung“, erklärt Michael Litschka, Leiter des Studiengangs Digital Media Management des FH St. Pölten und Mitorganisator der Veranstaltung.

„Das Thema ‚Der Mensch im Digitalen Zeitalter‘ ermöglicht Anknüpfungspunkte aus sehr verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen. Die Tagung in St. Pölten war solchen Fragen gewidmet und bot Raum, sich im interdisziplinären Diskurs intensiv miteinander über Herausforderungen und Lösungsoptionen zu verständigen“, sagt Larissa Krainer vom Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und Mitorganisatorin der Tagung.

Krainer präsentierte auf der Tagung eine ethische Reflexion interdisziplinärer Perspektiven und Fragestellungen zum Mensch im digitalen Zeitalter. Matthias Rath von der PH Ludwigsburg referierte zum Tagungsthema „Conditio humana“ aus philosophischer Sicht.

Verantwortung, Selbstregulierung, Kindermedien

Marlies Prinzing von der deutschen Hochschule Macromedia sprach über gesellschaftliche Verantwortung und öffentliche Reflexion der Kommunikationswissenschaft u. Medienethik, Thomas Steinmaurer von der Universität Salzburg stellte ein Konzept der „digitalen Resilienz zwischen individueller Selbstbestimmung und sozialer Verantwortung“ vor und Franzisca Weder, Isabell Koinig, Denise Voci sowie Matthias Karmasin von der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt/ÖAW präsentierten einen Ländervergleich zu Medienethik und sozialer Verantwortung für die D-A-CH-Region.

Gudrun Marci-Boehncke von der TU Dortmund referierte zur Medienpraxis in der Kinder- und Jugendliteratur und Caroline Roth-Ebner von der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt sprach zu Erlebniswelten für Kinder und deren medienpädagogischen Implikationen.

Fabian Wiedel von der Universität Passau präsentierte in seinem Abschlussvortrag zur Tagung Grenzen der Aufmerksamkeit und mentale Überlastungen in einer mediatisierten Gesellschaft und Fragen nach der Verantwortung und Michael Litschka von der FH St. Pölten sprach zum Thema Selbstregulierung und Social Choice.